29.03.2021, von Karl Bärsch, Pressebeauftragter

Brand in Abenheim

Brand im Nebengebäude fordert die Einsatzkräfte bis in den späten Abend hinein. Eingelagerte Strohballen müssen aufwendig aus dem Gebäude beräumt werden

 

Gegen acht Uhr am Freitagmorgen, dem 26.03.2021, wurden die Bewohner des angrenzenden Wohnhauses in Worms-Abenheim durch einen lauten Knall auf das Feuer aufmerksam. Die Bewohner haben nach eigenen Angaben noch versucht das Feuer im Heizungsraum zu bekämpfen, was ihnen jedoch nicht gelang.

Das Feuer hätte sich sehr schnell auf das benachbarte Nebengebäude ausgebreitet. Die alarmierte Feuerwehr war mit der Berufsfeuerwehr Worms, dem Löschzug Abenheim, dem Löschzug Herrnsheim und der Feuerwehr Worms-Stadtmitte im Einsatz. Der Feuerwehr gelang es sehr schnell den Brand unter Kontrolle zu bringen. Gegen 10:45 Uhr war der Brand soweit unter Kontrolle. Verletzt wurde durch den Brand und die Löscharbeiten niemand.

Gegen Ende des noch laufenden Feuerwehreinsatzes wurde das THW-Worms zum Einsatzort alarmiert. Zunächst war der Baufachberater Daniel Fuhrmann vor Ort und hat das durch das Feuer beschädigte Gebäude auf dessen Standsicherheit überprüft. Auch der Dachstuhl wurde auf seine Stabilität hin überprüft.

Hier wurde vom THW-Baufachberater erklärt, dass die Dachbalken zwar äußerlich angekohlt sind aber noch sicher stehen. Als nächstes wurde die Decke in Augenschein genommen. Auch hier konnte der Baufachberater Entwarnung geben. Nach seiner Einschätzung sind die Decken noch tragfähig und können für die Nachlöscharbeiten betreten werden.

Da in dem Nebengebäude auf der oberen Ebene gepresste Strohballen eingelagert waren, und diese in Brand geraten waren, haben sich in den Strohballen Glutnester gebildet. Diese Glutnester stellten die Gefahr eines erneuten Ausbrechens eines Brandes dar. Deshalb mussten die Strohballen aus dem Gebäude befördert werden.

Dazu wurde in der Folge die THW Fachgruppe-Räumen alarmiert. Diese hat mit ihrem Teleskoplader die Räumarbeiten des Strohs unterstützt. Anders als zunächst angenommen, gestaltete sich das Beräumen der Strohballen doch als deutlich schwieriger und zeitaufwendiger. Im kompletten oberen Stockwerk waren Strohrundballen eingelagert. Diese konnten nur durch Einsatzkräfte von Hand und unter Atemschutz ausgelagert werden. Dies war mit einer enormen körperlichen Anstrengung verbunden, waren doch die Temperaturen durch das teilweise noch brennende Stroh ebenfalls sehr hoch und somit schweißtreibend.

So musste die zunächst reduzierte Mannschaftstärke von Feuerwehr und THW am Nachmittag wieder hochgefahren werden. Die Einsatzkräfte mussten immer wieder abgelöst werden. Das ausgelagerte Stroh wurde vom Teleskoplader der Fachgruppe Räumen des THW-Worms aufgenommen und im Hof des Grundstückes zum Ablöschen auseinandergezogen und aufgetürmt. Immer wieder schlugen Flammen auf, was bestätigte, dass die Beräumung der einzige Weg war, das Feuer vollständig zu löschen und einen Nachbrand auszuschließen.

Da sich durch das Beräumen des Nebengebäudes der Einsatz immer mehr in die Länge zog, wurde auch noch die THW Fachgruppe Logistik Verpflegung hinzugezogen. Diese hat die Einsatzkräfte vor Ort mit Getränken, einem Frühstück und am Mittag mit einer kräftigen Suppe versorgt. 

Von der THW Fachgruppe Notinstandsetzung-Notversorgung wurden die eingesetzten Fahrzeuge und Gerätschaften mit Treibstoff versorgt.

Erst am späten Freitagabend gegen 23:15 Uhr konnte für das THW durch den Einsatzleiter Sascha Hugel das Einsatzende für das THW gemeldet werden..


Im Einsatz waren:

Feuerwehren

  • Berufsfeuerwehr-Worms
  • Freiwillige Feuerwehren:

    • Abenheim
    • Herrnsheim
    • Wo.-Stadtmitte

Rettungsdienst

  • DRK-Worms

 

Polizei

  • Polizeiinspektionen Worms

 

Vom THW OV-Worms waren im Einsatz:

Einheiten:

  • Zug-Trupp und Baufachberater
  • Fach-Gruppe Räumen C
  • Fach-Gruppe SEG-Verpflegung
  • Teileinheiten von Bergungsgruppe und Notinstandsetzung

 

Fahrzeuge: MTW-TZ, MTW-OV, MTW Jugend, MTW-Log-V, PKW- Log-V, KüKW (Küchenkraftwagen), Wechsellader, Teleskoplader, GW-Umwelt, Unimog

Anhänger: Anhänger-Tieflader, Anhänger-Zelt + Tischgarnituren, Anhänger-Hygienekonzepte, Tankstelle.

Mannschaftsstärke: 2 / 8 / 14 = 24 mit ca. 200 Einsatzstunden



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