09.01.2022, von Karl Bärsch, Pressebeauftragter

Brand in Mehrfamilienhaus

Feuerwehr rettet mehrere Bewohner aus einem brennenden Mehrfamilienhaus.

Als die Feuerwehr am 03.01.2022 am frühen Montagabend an dem fünfstöckigen Mehrfamilienhaus ankam war höchste Eile geboten. Die gesamte Hausfassade war von dichtem Brandrauch eingehüllt. Niemand wusste, wie viele Menschen zu diesem Zeitpunkt noch im Haus in Lebensgefahr schwebten.

Mit der Drehleiter und Steckleitern mussten Hausbewohner von Balkonen und aus Fenstern gerettet werden. Zeitgleich wurden mit Innenangriffen die Bewohner mittels Fluchthauben aus dem Haus gebracht. Dank des schnellen und professionellen Eingreifens der Feuerwehr konnte verhindert werden, dass es bei dem Brand und der verheerenden Rauchentwicklung Todesopfer gab.

Von den verletzten Personen, die gerettet werden konnten, waren drei Personen beim Auffinden von der Feuerwehr bereits bewusstlos. Die geretteten Personen wurden dem Rettungsdienst übergeben, von diesem weiter behandelt und ins Krankenhaus verbracht. Das gesamte Mehrfamilienhaus musste evakuiert werden und von der Feuerwehr wurden alle Wohnungen auf noch sich in den Wohnungen befindlichen Personen überprüft.

Zur selben Zeit wurde der Wohnungsbrand, der im ersten Obergeschoss ausgebrochen war, gelöscht. Insgesamt waren rund 110 Einsatzkräfte vor Ort eingesetzt. Von der SEG-Betreuung (SEG = Schnell-Einsatz-Gruppe) wurden die evakuierten Personen in der angrenzenden Schule betreut.

Nach der Rettungsaktion und der Löschung des Brandes wurde dann von der Einsatzleitung die SEG-Verpflegung vom THW in den Einsatz versetzt. Deren Einsatzauftrag lautete: Die evakuierten Personen, die in den Klassenräumen der benachbarten Nibelungenschule sich aufhielten und die sich noch vor Ort befindlichen Einsatzkräfte mit Getränken und einem Snack zu versorgen.

Die zehn Helfer vom der Logistik-Verpflegungsgruppe hatten ihren Küchen-Geräte-Kraftwagen (KüKW) in Stellung gebracht und die Versorgung vorbereitet. Im Anschluss wurden die evakuierten Personen in den drei Klassenräumen bedient. Für die Einsatzkräfte wurde eine kleine Ausgabenstelle aufgebaut, über die die Getränke und Snacks ausgegeben wurden.

Relativ zeitgleich mit der Alarmierung der SEG-V wurde von der Einsatzleitung auch der Trupp Eigentumssicherung vom THW alarmiert. Nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle und der ersten Absprache mit der Einsatzleitung stand schnell fest, dass der gestellte Einsatzauftrag "Verschließen aller notgeöffneten Wohnungstüren und diverser Fenster" nicht mit dem Dreimanntrupp zu bewältigen war.

Vom Truppführer Sascha Hugel wurde die Bergungsgruppe nachalarmiert. Gemeinsam hat man dann nach der Freigabe durch den Kriminaldauerdienst die insgesamt 17 Wohnungstüren und die Hauseingangstür nach und nach notdürftig verschlossen. Da die Wohnungen über fünf Geschosse verteilt waren, die Türen teilweise erheblich beschädigt waren, Dunkelheit, Rauch und Brandgeruch vorlag, stellte das Sichern an die THW-Kräfte eine größere Herausforderung dar.

So musste die Brandwohnung mit Spanplatten gesichert werden und die Türe musste gegen Fremdzutritt verschlossen werden. Die Wohnungstür gegenüber der Brandwohnung war nicht mehr reparabel durchgebrannt. Hier musste eine sogenannte Baustellentür eingesetzt werden. Zur zügigen Abarbeitung wurden von Zugtruppführer Sascha Hugel, der den THW-Einsatz vor Ort leitete, mehrere Arbeitstrupps gebildet, die dann parallel in den unterschiedlichen Stockwerken ihren Einsatz verrichteten.

Ein weiterer Trupp übernahm die Dokumentation der einzelnen Einsatzstellen vor und nach der Notinstandsetzung. Durch das gute Zusammenarbeiten aller konnte bereits um 01:00 Uhr der Einsatz beendet werden.

 

Im Einsatz waren:

Feuerwehren:

  • Berufsfeuerwehr-Worms
  • Freiwillige Feuerwehren:

    • Einheiten WO.-Stadtmitte
    • Abenheim
    • Pfeddersheim und
    • Herrnsheim

Polizei:

  • Polizei-Worms
  • Kriminaldauerdienst

 

Rettungsdienst:

  • DRK
  • ASB
  • Leitender Notarzt
  • Organisatorischer Leiter
  • SEG-Betreuung

 

Vom THW OV-Worms waren im Einsatz:

Helfer:           

  • SEG-Verpflegung: 10 Helfer mit 45 Einsatzstunden
  • Bergungsgruppe: 9 Helfer mit 51,75 Einsatzstunden
  • Eigentumssicherung: 3 Helfer mit 17,25 Einsatzstunden

 

Fahrzeuge:     

  • SEG-Verpflegung:

    • KüKW (Küchenkraftwagen)
    • MTW-ZTr.-Logistik
    • Anhänger-Verpflegungsstelle

  • Bergungsgruppe:

    • GKW (Gerätekraftwagen)

  • Eigentumssicherung:

    • Gerätewagen-Eigentumssicherung    


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