21.01.2020, von Karl Bärsch, Pressebeauftragter

THW-Worms schaut erwartungsvoll ins neue Jahrzehnt

Am ersten Dienstabend im Jahr hat der Ortsbeauftragte Klaus-Peter Fuhrmann die Helfer vom THW Ortsverband-Worms im vollbesetzten Unterrichtsraum ins Jahr 2020 und ins jetzt schon laufende neue Jahrzehnt begrüßt.

Er bedankte sich ausdrücklich bei seinen Helfern für alles, was in 2019 geleistet wurde. Es sei wieder ein Jahr gewesen, was mit einer durch die Helfer geleisteten Gesamtstundenzahl von 26.902 Stunden und somit über 2.700 Stunden mehr als 2018 überdurchschnittlich geleistet wurden. In seiner Vorschau auf das neue Jahrzehnt stellte er den geplanten Neubau der neuen Unterkunft in den Mittelpunkt seiner Ansprache. Fuhrmann sieht die neue Unterkunft als vorrangiges Ziel mit bedeutender Zukunftsausrichtung für den Ortsverband. Er zeigte sich überzeugt, dass das gelingen würde. Alle an diesem Bauprojekt Beteiligten befürworten den Neubau, der direkt an die ebenfalls neu zu bauende Hauptfeuerwache anschließen soll. Allerdings sagte er auch, dass bis zum Bau noch einige dicke Bretter in der Bundesanstalt THW zu bohren seien.

Nach seiner Ansprache übernahm der Zugführer Daniel Fuhrmann. Er hielt einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr.

So wurden in 2019 insgesamt 66 Einsätze abgeleistet. Das seien zwar gegenüber 2018 rund 10 Einsätze weniger, was aber, wenn man bedenkt, dass hinter jedem Einsatz meist ein tragisches Ereignis für die Betroffenen steht, eigentlich ja eine gute Nachricht sei. Er betonte, dass der Großteil des Einsatzrückganges im Bereich Eigentumssicherung festzustellen ist.

Die Einsatzzahlen des Technische-Zuges und der Fachgruppe Logistik seien fast auf den Punkt identisch mit den Einsatzzahlen des Vorjahres. Er erinnerte beispielhaft dabei an die Einsätze:

  • Großbrand Bauhaus Worms
  • Sturmschäden im Stadtgebiet Worms
  • Sturmschäden in Bermersheim und Gundersheim
  • und Notstromeinspeisung im Klinikum Landau

 

Nach dem Zahlenwerk über Einsätze sprach der Zugführer die positive Entwicklung der Helferzahl an. Die Helferwerbeaktion im Bereich der Fachgruppe Elektroversorgung sei ein voller Erfolg gewesen. So konnte der Zugführer noch am gleichen Abend drei neue Fachleute aus der Elektrobranche als neue Helfer mit der THW-Grundausbildung an die Fachgruppe Elektroversorgung überstellen. Des Weiteren wurden vom Zugführer noch zwei neue Helfer an die FGr N (Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung) und je einen Helfer an die Bergungsgruppe 1 und die Fachgruppe Logistik überstellt. Insgesamt seien zum Jahresabschluss 161 Helfer als Mitglieder im OV-Worms registriert. Diese teilten sich auf in 37 Junghelfer und 124 Helfer. Davon stehen für den Einsatzfall als sogenannte einsatzbefähigte Helfer 81 ausgebildete Helfer zur Verfügung. Da für die Vollbesetzung des Technischen-Zuges und der Fachgruppe Logistik mit Führung insgesamt eine Helferanzahl von 52 Helfern vorgesehen sind, können wir mit Stolz in Worms darauf verweisen, dass all die Einheiten mit Helfern voll besetzt sind, und wir darüber hinaus noch über einen Helferüberhang von 29 Helfern verfügen, die im Fall der Fälle ebenfalls in den Einsatz gerufen werden können.

In seinen Ausblick auf 2020 wurden zwei Ereignisse besonders angekündigt. So werden im ersten Jahresdrittel der neu angeschaffte Teleskoplader und der Gerätewagen „Umwelt“ offiziell in Dienst gestellt.

Hierbei bedankte sich der Zugführer ausdrücklich bei den Helfern, die diese beiden Projekten tatkräftig im Um.- und Aufbau unterstützt haben.

Als zweites Ereignis kam der Zugführer auf das neue Rahmenkonzept in der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk zu sprechen. In der Folge des Klimawandels und der damit verbundenen wetterbedingten Extremlagen wie Starkregen, heftige Stürme usw. hat das THW seine Einsatzstrukturen angepasst. Auch der OV-Worms ist davon betroffen. So habe man die klassischen Einsatzfelder zwar nicht verlassen, aber neue kommen jetzt dazu.

So bleibt die Bergungsgruppe 1 als schnelle Einsatzgruppe der klassischen Bergung voll umfänglich erhalten. Die frühere Bergungsgruppe 2, die als Ergänzungsgruppe eingesetzt wurde wird in die neue FGr N (Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung) überführt. Ebenfalls voll erhalten bleibt die FGr E (Fachgruppe Elektroversorgung). Zusätzlich wurde in Worms die FGr R (Fachgruppe Räumen C) aufgestellt.

Das Einsatzgebiet dieser neuen Fachgruppe, die als Haupteinsatzmittel über einen Teleskoplader verfügt, ist beim Wormser THW allerdings nicht ganz neu. Denn man hat bereits früher im Bereich der örtlichen Gefahrenabwehr über ein solches Einsatzmittel verfügt und auch schon viele Einsätze damit geleistet. Aus diesem Umstand heraus und den bereitgestellten fachausgebildeten Helfern hat für diese Fachgruppe Worms den Zugschlag bekommen.

Das sei ein großer Erfolg, den sich die Helfer über die vergangenen Jahre durch ihren Einsatz und die Bereitschaft immer wieder an Lehrgängen teilzunehmen, erarbeitet hätten. Es sei jetzt das vorrangige Ziel die Neuausrichtung umzusetzen.

Des Weiteren ist dem THW-Worms die Fachgruppe Logistik mit dem Zugtrupp und der Fachgruppe Logistik Verpflegung zugeteilt. Hier kündigte der Zugführer an, dass es geplant sei, diese Einheit in einen eigenständigen Zug umzuwandeln und, dass auch dieser Zug wieder in THW Worms stationiert sei. Auch das sei ein Erfolg, den sich die Helfer über die Jahre erarbeitet hätten. Immerhin hätten sie sich mit der guten und professionellen Arbeit nicht nur einen guten Ruf über die Grenzen von Worms hinaus erarbeitet, sondern stellten für die Stadt Worms auch die SEG-V (Schnelle Einsatz Gruppe – Versorgung).

Der Zugführer betonte, dass es nicht selbstverständlich ist, dass gerade in Worms die neue Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung, die neue Fachgruppe Räumen und nicht zuletzt der Einsatzbereich Logistik stationiert wurden. Er stellte heraus, dass das die Früchte seien, die man in den vergangenen Jahren durch alle Helfer von der Führung angefangen bis zum letzten Helfer erarbeitet hätte. Eine großartige Leistung, dem der Dank an alle ehrenamtlichen Helfer mehr als gebührt.

Zum Schluss seiner Jahresansprache forderte der Zugführer seine Helfer mit den Worten auf „Weiter so, dann bleiben wir auf der Erfolgsspur!“


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