20.07.2019, von Karl Bärsch, Pressebeauftragter

Übungswochenende in Lachen-Speyerdorf

Einsatzgruppen des THW-Worms üben ein komplettes Wochenende auf speziellem Übungsgelände in Lachen-Speyerdorf.

Bereits am Freitagnachmittag, dem 28.06.2019, um 16:00 Uhr haben sich die Einsatzhelfer und die Grundausbildung des THW-Worms in Ihrer Unterkunft gesammelt. Um 16:30 Uhr hat der Zugführer dann die einzelnen Einsatzbefehle an seine Einheitsführer ausgegeben.

In den Einsatzbefehlen war der Übungsort nur über Koordinaten angegeben. Deshalb war die erste Aufgabe an die einzelnen Gruppen den Übungsort ausfindig zu machen. Als das geschafft war, haben sich die Gruppen organisiert und ihre Fahrzeuge besetzt.

Zunächst wurde ein Sammelplatz auf der Autobahnraststätte Wonnegau angefahren. Dort wurde der Fahrzeugkonvoi, bestehend aus vier PKW und MTW (Mannschaftstransportwagen, sechs LKW, Tieflader mit Teleskoplader und fünf Anhänger) zusammengestellt. In einer Fahrzeugkolonne wurde dann der Einsatzort nahe Neustadt an der Weinstraße angefahren.

Am Abend hatten alle Helfer ihr Quartier für die nächsten drei Tage aufgebaut. Besonders gefordert war der Fachzug Logistik, der die komplette Küche aufbauen musste und gleichzeitig auch das erste Abendessen herzurichten hatte.

Die Helfer hatten insgesamt zwei Versorgungszelte, ein Duschzelt sowie fünf Schlafzelte aufgebaut. Die Fachgruppe Elektro hatte zusätzlich die komplette Elektroversorgung und Beleuchtung für das Camp und die Küche aufgebaut.

In Erwartung auf die Herausforderungen der nächsten beiden Tage war dann nach dem gemeinsamen Grillen Nachtruhe angesagt. Am Samstag morgen gab es bereits um 7:00 Uhr Frühstück und die Einsatzbereitschaft musste um 7:30 Uhr sichergestellt sein. Kurz darauf waren alle Fahrzeuge besetzt und es ging zu den einzelnen Einsatzabschnitten.

Das angenommene Schadenereignis war „Detonation einer Fliegerbombe bei Bauarbeiten“. Da das Übungsgelände eine komplette Trümmerstrecke mit eingestürztem dreistöckigem Gebäude hergibt, war die Einsatzaufgabe „Trümmerstrecke auf Personen durchsuchen, Personen aus dem Trümmerfeld retten und bergen und an den Rettungsdienst übergeben“.

Insgesamt wurden die Einsatzgruppen an sieben Einsatzabschnitten eingesetzt. Bei der Erkundung und Durchsuchung des Trümmerfeldes wurden 13 verletzte, teilweise verschüttete und eingeklemmte Personen gefunden.

Die Bergungsgruppen 1 und 2 haben das Gebäude von zwei Seiten systematisch durchsucht, die aufgefundenen Personen aus ihrer Lage befreit und gerettet, beziehungsweise geborgen. Hierbei waren alle Ausbildungsthemen aus dem Bereich „Retten von Personen“ eingebunden.

Die Fachgruppe „Räumen“ hat unter Einsatz des Teleskopladers Trümmerteile beiseite geräumt und somit den Zugang zum Trümmerhaus freigeräumt. Die Grundausbildung hat an einer anderen Stelle ebenfalls die „Rettung von Personen“ geübt.

Insgesamt wurden 13 verschüttete Personen gefunden und gerettet, beziehungsweise geborgen. Die Fachgruppe Elektroversorgung hatte eine spezielle Aufgabe. Bedingt durch die detonierte Fliegerbombe war in einem Schweinemastbetrieb der Strom ausgefallen und durch die hohen Außentemperaturen musste die Belüftung der gesamten Stallanlage durch Notstrom sichergestellt werden. Ohne die Klimatisierung der Stallanlagen sind die Überlebungschancen der Tiere nur gering. Dazu wurde der Stromerzeuger mit 200 KVA eingesetzt.

Die komplette Koordination lief beim Zugtrupp unter der Leitung des Zugtruppführers Sascha Hugel zusammen. Der Zugtrupp hat alle Meldungen mit dem Zugführer Daniel Fuhrmann abgestimmt und an die Einsatzeinheiten weitergegeben. Auch das Einsatztagebuch wurde vom Zugtrupp geführt.

Der Fachzug Logistik hat sich um das leibliche Wohl der insgesamt 53 Helfer gekümmert. Bei den erheblichen Außentemperaturen von über 30 Grad war die ganze Übung eine große körperliche Anstrengung. Gerade hier war die Logistiktruppe mit Kaltgetränken stark gefordert.

Am späten Abend nach der Beendigung der Großübung wurde Resümee gezogen: Alle Führungskräfte waren einer Meinung: Mit unserer Mannschaft sind wir selbst auf solche Großschadenslagen gut vorbereitet und können den betroffenen geschädigten Personen schnell und fachlich gut vorbereitet helfen. Die wenigen Punkte, wo man noch steuernd eingreifen sollte, wird in die laufende Ausbildung aufgenommen.

Die Helfer haben mit einem großen Beifall den Führungskräften für die Planung und die Vorbereitung der Übung gedankt. Auch der Fachzug Logistik hat einen großen Dankesbeifall für die Versorgung mit Getränken und Essen erhalten.

Alles in allem eine gelungene Übung. Völlig erschöpft sind die Helfer dann am Samstagabend in die Feldbetten gefallen.

Am Sontag wurde das komplette Camp zurückgebaut. Alles Gerät und Material wurde verlastet und es ging nach dem späten Frühstück zurück in die heimische Unterkunft nach Worms.

Die Führung, allen voran der Ortsbeauftragte Klaus Peter Fuhrmann, ist stolz auf seine Mannschaft. Ihr seid das Rückgrat des Ortsverbandes, mit euch können wir Berge versetzen.

Er dankte allen, die an dem Ausbildungswochenende beteiligt waren für ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz für unser THW, zum Wohle aller, die unsere Hilfe brauchen.


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