08.08.2018, von Karl Bärsch, Pressebeauftragter

Umfangreiche Sicherungsmaßnahmen nach Scheunenbrand in Gundersheim

Am 06.08.2018 kam morgens es in Gundersheim in der Jahnstraße zu einem Scheunenvollbrand. Mit einem Großaufgebot von Feuerwehren aus der Verbandsgemeinde Wonnegau konnte das Feuer relativ schnell unter Kontrolle gebracht werden, so dass Nachbargebäude nicht unmittelbar in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Nach dem Abschluss der Löscharbeiten wurde das gesamte Ausmaß des Brandes erst richtig sichtbar.

So hatte das Feuer dermaßen gewütet, dass bis auf das Mauerwerk alles vernichtet wurde. Dabei auch drei Oldtimer Traktoren, die in der Scheue untergestellt waren. Nach einer erneut durchgeführten Lageerkundung war schnell klar, dass von den hochragenden Mauergiebeln eine erhebliche Gefahr ausging und, dass diese bei einer erhöhten Windlast, wie etwa bei Gewitter einzustürzen drohten.

Um dieser drohenden Gefahr eines Giebeleisturzes entgegenzuwirken, wurde um 13:23 Uhr das THW-Worms zur Absicherung nachalarmiert. Das THW-Worms ist zunächst mit seinem Technischen-Zug unter der Leitung des Zugführers Daniel Fuhrmann zur Einsatzstelle ausgerückt. Vor Ort stellte sich schnell heraus, dass die Sicherungsmaßnahmen doch sehr umfangreich werden würden. Dies war auch bedingt, dass man aus Platzgründen keine klassische Wandabstützung aufbauen konnte. Dazu musste auch die enorme Hitze, unter denen die Helfer bei voller Sonneneinstrahlung arbeiten mussten, berücksichtigt werden. Aus diesem Grund hat die Einsatzleitung zur personellen Unterstützung den THW-Ortsverband Wörrstadt mit 21 Helfern zusätzlich in den Einsatz gebracht.

In der Spitze waren dann vom THW 48 Helfer von Worms und Wörrstadt im Einsatz. Vom Zugführer wurden drei Einsatzabschnitte gebildet, die zeitgleich ihre Arbeit aufnahmen. Einsatzabschnitt eins und zwei haben jeweils von den Außenseiten der Giebelwände die Arbeitsplattformen aufgebaut. Der dritte Einsatzabschnitt hat mit dem Zuschnitt und den Vorbereitungen der eigentlichen Holzsicherung begonnen.

Nachdem die Arbeitsplattformen, die mit dem Einsatzgerät EGS (Einsatzgerichtsystem) errichtet wurden, aufgebaut waren, wurde die zeitgleich hergerichtete Holzkonstruktion an den beiden Giebelwänden angebracht. An beiden Giebelwänden wurden jeweils zwei senkrechte Giebelsicherungen angebracht und mit der Wand und den Giebeln verbohrt. Somit wurden die Giebel von der unteren Wand her bis nach oben gesichert. Dazu wurden 70 laufende Meter Kantholz und ca 50 Ankerschrauben verbaut.

Nachdem die eigentliche Sicherung abgeschlossen war, wurden die Arbeitsplattformen wieder zurückgebaut. Der Einsatz vor Ort hat bis 02:00 Uhr in der Nacht angedauert. Völlig erschöpft sind die Helfer dann in ihre Unterkünfte zurückgekehrt. Das THW-Worms bedankt sich bei seinen Helfern aus Wörrstadt, denn ohne deren fachkundige Unterstützung wäre der Einsatz zeitlich kaum zu schaffen gewesen.

Im Einsatz waren:

Vom THW-Worms

  • Helfer: 27 Helfer mit ca. 350 Einsatzstunden
  • Fahrzeuge: 3 X MTW, GKW 1, MZKW, Wechsellagerfahrzeug, LKW, Stromerzeuger 60 KVA, Abrollbehälter Mulde, Abrollbehälter EGS

 

Vom THW-Wörrstadt

  • Helfer: 21 Helfer mit ca. 340 Einsatzstunden
  • Fahrzeuge: 2 X MTW, GKW 1, MZKW; Anhänger EGS

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