04.11.2019, von Karl Bärsch, Pressebeauftragter

THW unterstützt Einsatzkräfte der Feuerwehr im Großeinsatz

Unbewohntes Haus steht in Flammen. Feuerwehr im Großeinsatz. THW unterstützt die Einsatzkräfte

Der erste Alarm durch die Nachbarschaft des Brandhauses ging bei der Feuerwehr am Donnerstag um ca. 18:30 Uhr ein. Als die Feuerwehr am Einsatzort angekommen war, stand das zweigeschossige Haus bereits im Vollbrand.

Die Flammen schlugen aus dem ausgebauten Dachstuhl gegen den Himmel. Da das Haus unbewohnt ist, wurden keine Personen verletzt. Auch der Wohnsitzlose, der das Haus offensichtlich als Nachtquartier nutzte, war bereits aus dem Haus. Ihm wird von der Polizei vorgeworfen, den Brand durch anzünden einer Matratze ausgelöst zu haben.

Von der Feuerwehr wurde der Brand über zwei Drehleitern bekämpft. Die Dacheindeckung musste teilweise geöffnet werden, um so das Feuer wirkungsvoll bekämpfen zu können. Um die Drehleiter in Stellung bringen zu können, musste die Feuerwehr hinter dem Haus einige Bäume fällen. Dennoch gelang es der Feuerwehr, ein Übergreifen des Feuers auf die Nachbargebäude zu verhindern und den Brand schnell unter Kontrolle zu bringen.

Noch während des laufenden Einsatzes wurde unsere Logistik-Verpflegungs-Gruppe alarmiert. Das THW stellt in Worms die SEG-V (Schnelleinsatzgruppe-Verpflegung). In dessen Eigenschaft hat das THW die Einsatzkräfte mit Speisen und Warmgetränken versorgt. In unserer Großküche wurden rund 70 Portionen deftiger Linseneintopf mit Würstchen zubereitet und an der Einsatzstelle an die Einsatzkräfte ausgegeben.

Dazu wurde noch Tee und Kaffee angeboten. Die Verpflegung wurde gerne angenommen, war es doch eine recht kalte Nacht.

Kurze Zeit nach der Alarmierung der Logistikgruppe wurde unser Baufachberater Daniel Fuhrmann in den Einsatz gerufen. Seine Aufgabe war es, das Gebäude auf Standsicherheit zu prüfen und festzustellen, welche Gefahren am Haus der Brand verursacht hat.

Unser Baufachberater hat das Haus in Augenschein genommen und konnte im Großen und Ganzen Entwarnung geben. Allerdings sind die alten Lehmdecken vom Brand und dem Löschwasser dermaßen beschädigt und durchnässt, dass diese nicht betreten werden können. Es wurde besprochen, dass das Haus nicht betreten werden darf.

Wieder etwas später wurden Teile der Bergungsgruppen alarmiert. Ihr Einsatzauftrag lautete: Eine Absperrung vor dem Haus aufzubauen, damit keine Gefahr von herabfallenden Teilen auf Passanten ausgehen kann.

Es wurden dazu neun Bauzäune, drei Querbaken und vier Warnbaken aufgebaut so dass der gesamte Straßenbereich vor dem Brandhaus komplett für den Verkehr und Fußgänger gesperrt war.

Am Morgen danach wurde auch noch unsere Eigentumssicherungs-Gruppe in den Einsatz gebracht. Diese hat dann die Eingangstür durch den Einbau eines neuen Türschlosses und Schließzylinder gegen Fremdzutritt gesichert.

Im Einsatz waren: 

  • 19 Helfer mit 66 Einsatzstunden
  • MTW-Zug, MTW-Log-V, PKW-Log-Führung, Wechsellader, GKW und GKW ETS

 

 


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